Fehlfarben 13: A Good Neighbour, SkizzenBuchGeschichte(n), Fritz Winter, Germaine Krull

Keine Bange, wir reden nur über zwei der oben genannten vier Ausstellungen, die derzeit in der Pinakothek der Moderne laufen, ausführlicher. Aber wenn man schon mal da ist – und gerade am Sonntag kostet der Spaß nur einen Euro Eintritt –, kann man sich ja einfach alles angucken, was rumhängt.

Unser Weinthema war genauso vielfältig wie die Kunst: Rotweine vom Balkan.

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00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.01:45. Blindverkostung Wein 1.

00.04:20. Los geht’s mit „A Good Neighbour“. Diese Ausstellung ist ein Extrakt der 15. Istanbul Biennale, die 2017 stattfand. Nicht vom schwammigen Text auf der Website irritieren lassen, sondern hingehen, bitte. Läuft noch bis zum 29. April.

00.34:40. Blindverkostung Wein 2.

00.46:50. Fazit der ersten Ausstellung: Wir waren begeistert, drei Daumen nach oben. Darauf gleich eine schöne Blindverkostung von Wein 3.

00.50:45. Die zweite Ausstellung: SkizzenBuchGeschichte(n). Macht doch bitte eure Titel nicht so kapriziös-kompliziert, Kinnings. Das hat die Ausstellung doch gar nicht nötig, die noch bis zum 21. Mai läuft. Anke erwähnt am Anfang die digitale Sammlung der Pinakothek und sogar fast mit der richtigen Adresse.

01.14:15. Wir müssen zwischendurch nochmal über die spannenden Weine reden und wie sie sich verändern.

01.16:00. Fazit Ausstellung 2: auch hier drei gut gelaunte Daumen nach oben.

01.18:10. Als Bonus: ein paar Minuten zu Fritz Winter und Germaine Krull, die beide noch bis zum 10. Juni zu sehen sind.

01.29:00. Wir lösen die Weine auf und können uns nicht für einen Spitzenreiter entscheiden, weil alle toll waren.

Wein 1 von Anke: Modra Frankinja (Blaufränkisch) vom Weingut Dveri Pax aus Slowenien, 2010, 13%, für 13,50 Euro bei vinexus.de gekauft.

Wein 2 von Felix: Amanet (Vranac) vom Weingut Aleksić aus Serbien, 2012, 15%. Bei Samovino für 17,90 Euro erhältlich.

Wein 3 von Florian: Korlat (Cabernet Sauvignon) vom Weingut Benkovac aus Kroatien, 2014, 13,5%. Bei Koledar Feinkost in München für 12,90 Euro gekauft.

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Fehlfarben 12: Seth Price – Social Synthetic, Hisako Inoue – Bibliothek der Gerüche

Zwei Ausstellungen, drei Glühweine und ein etwas kürzerer Podcast als sonst. Because December. Wie auf dem Foto zu sehen ist, gab’s danach noch eine Runde vegetarisches Chili. Wir lassen uns das schon immer sehr gut gehen beim Aufnehmen.

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00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.02:10. Glühwein 1 von Anke: der mit dem Gin. (Rezept steht weiter unten.)

00.03:40. Die erste Ausstellung: Seth Price, Social Synthetic im Museum Brandhorst, die noch bis zum 8. April läuft. Wir erwähnen seinen Roman Fuck Seth Price von 2015 und nicht 2005, wie im Podcast. Außerdem erwähnen wir sein grundlegendes Essay Dispersion (2002).

00.27:45. Glühwein 2 von Florian: der mit den Himbeeren. (Rezept steht weiter unten.)

00.40:30. Fazit Seth Price: drei nölige Querdaumen.

00.42:50. Glühwein 3 von Felix: Farfallinas Punsch, für 7,50 Euro gekauft bei Farfallinas Patisserie.

00.45:00. Ausstellung 3: Hisako Inoue, Bibliothek der Gerüche in der Villa Stuck, die nur noch bis zum 14. Januar läuft. Hier ein Zweiminüter aus der Abendschau des BR, der ein bisschen in die Ausstellung einführt.

01.13:20. Fazit Hisako Inuoe: drei begeisterte Daumen nach oben.

01.15:30. Glühweinfazit: alle toll.

Danke fürs Zuhören und hoffentlich bis 2018.

Gin-Glühwein

100 g Kristallzucker in
225 ml Wasser auflösen.
2 Zimtstangen und
1 EL Nelken (ganz, nicht gemahlen) dazugeben, aufkochen und für eine Minute kochen lassen. Die Hitze reduzieren und mit
1 Flasche Rotwein aufgießen.
1 Orange und
1 Zitrone, jeweils in Scheiben geschnitten, und
2 EL Wacholderbeeren dazugeben und für eine halbe Stunde auf kleiner Flamme erwärmen. Durch ein Sieb geben und
75 ml Gin dazugeben. Umrühren und heiß servieren.

Der Wein war hier ein Edeka-Syrah für sparsame 6 Euro, der angenehm unsüß war. Der Gin war ein Leipziger Longhorn.

Himbeer-Glühwein

1 Zitrone und
1 Orange halb schälen. Die Schalen sowie den Saft der beiden Früchte,
1 Zimtstange,
1 Sternanis,
7 Nelken sowie
80 g Zucker in
200 ml Rotwein drei Stunden lang kalt ziehen lassen.
1 Handvoll TK-Himbeeren in etwas Rum einlegen.
Zum Servieren den Sud mit dem restlichen Rotwein aus der Flasche (in diesem Fall 800 ml) erhitzen, auf Tassen verteilen und die Himbeeren löffelweise dazugeben.

Der Wein war hier eine schöne Literflasche Trollinger.

Fehlfarben 11: Mark Steinmetz, Martin Parr

Wir haben uns ein paar Fotos angeschaut und darauf mit Riesling angestoßen.

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00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.01:35. Wir trinken heute Rieslinge von der Mosel, hier der erste in der Blindverkostung.

00.03:45. Die erste Ausstellung: Mark Steinmetz, unitedstates pt. 2, im Amerikahaus. Läuft noch bis zum 7. Januar 2018. Achtung: Das Amerikahaus wird gerade generalsaniert, die Ausstellung ist im Gebäude vor dem israelischen Generalkonsulat am Karolinenplatz zu sehen.

Der erwähnte Time-Artikel steht hier. Viele Fotos, über die wir sprechen, sind auf Steinmetz‘ Website zu finden.

00.26:40. Blindverkostung Wein 2.

00.40:00. Fazit der ersten Ausstellung: drei Daumen nach oben.

00.41:10. Die zweite Ausstellung: Martin Parr, Souvenir – A Photographic Journey, im Kunstfoyer der Versicherungskammer. Läuft noch bis zum 28. Januar 2018.

Wir erwähnen das Buch Think of Scotland, das gerade erschienen ist; auf der Magnum-Website sind daraus einige Bilder zu sehen, über die wir sprechen – wie mein Liebling Gourock Lido (2004), das man als Druck für 139 Dollar kaufen kann. Hier kann man einige Bilder aus der Souvenir-Ausstellung sehen. Auf Parrs Website kann man sich durch seine Bücher klicken und bekommt einen guten Einblick in seine Arbeit. Ebenfalls erwähnt: Mona Lisa Selfie.

00.58:15. Blindverkostung Wein 3.

01.22:50. Fazit der zweiten Ausstellung: zwei Daumen nach oben und ein Querdaumen.

01.25:25. Wir lösen die Weine auf und fanden keinen so richtig super.

Wein 1: Joh. Jos. Christoffel, Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese Alte Reben trocken 2014, 11,5%, beim Winzer für 14,80 Euro.

Wein 2: Wegeler, Bernkasteler trocken 2015, 12,5%, für 13 Euro.

Wein 3: Blees Ferber, Piesporter Goldtröpfchen Spätlese 2016, 7,5%, beim Kaufhof für 11 Euro.

Fehlfarben 10 – La Décima

Zwei Ausstellungen und drei Scheureben – total auf die Zehn. (Zwölf. Egal.)

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Podcasten unter erschwerten Bedingungen. Bei 30 Grad wurde eine Salatschüssel zum Weinkühler. Die Etiketten unserer Flaschen umwickeln wir immer mit Papier, damit nicht erkennbar ist, was wir trinken; die weichten aber trotz der Plastiktüte auf, deren Rumknistern man übrigens beim Einschenken prima hören kann. Das hier ist schon die Ansicht nach der Aufnahme – wir sind so raus, dass wir vergessen haben, das übliche Bild von Tisch und nummerierten Weingläsern und unseren Aufzeichnungen zu machen. Dafür haben wir länger gesprochen als je zuvor.

00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.01:50. Die erste Scheurebe und die erste Ausstellung: After the Fact – Propaganda im 21. Jahrhundert im Kunstbau des Lenbachhauses. Die Ausstellung läuft noch bis zum 17. September.

00.37:20. Blindverkostung Wein 2.

00.59:00. Fazit der ersten Ausstellung: einen Hoch- und zwei Querdaumen.

01.03:00. Blindverkostung Wein 3.

01.06:40. Unsere zweite Ausstellung: Thomas Struth – Figure Ground im Haus der Kunst. Sie ist ebenfalls noch bis zum 17. September zu sehen. Wir erwähnen im Gespräch diesen Blogeintrag von Andrea Diener.

01.52:00 Fazit der zweiten Ausstellung: drei begeisterte Daumen-nach-oben.

01.54:30. Wir lösen auf, was hinter den Weinen steckt, bei denen wir uns sehr uneinig waren. Ankes Reihenfolge war 1, 2, 3, Florian entschied sich für 3, 2, 1 und Felix für 2, 3, 1. Die waren aber alle sehr trinkbar.

Wein 1: Weingut Hammel, Pfalz, Sissi & Franz, Cuvée aus Scheurebe, Silvaner und Rivaner, lieblich, 2015, 10%, bei Garibaldi für 8,60 Euro.

Wein 2: Weingut Schwane, Franken, Volkach Scheurebe 2016, 12%, beim Winzer für 10 Euro.

Wein 3: Weingut Fogt, Rheinhessen, Steinmeer, Scheurebe trocken, 2016, 12%, bei Rindchens Weinkontor für 8,95 Euro.

Fehlfarben 9: Künstler, Kinder, Pinguine

Heute im Programm: gleich drei Ausstellungen! Sagt nicht, wir würden nichts für euch tun. Dazu gab’s drei ausgezeichnete Spätburgunder aus Deutschland.

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00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.01:30. Erster Wein und erste Ausstellung: Klee & Kandinsky im Lenbachhaus. Der Untertitel der Ausstellung lautet „Nachbarn, Freunde, Konkurrenten“; eventuell ahnt ihr jetzt, woher unsere heutige Überschrift kommt. Von uns gab’s drei dicke Daumen nach oben, und ihr habt noch bis zum 24. Januar 2016 Zeit, in den Kunstbau zu gehen.

00.27:00. Blindverkostung Wein 2 und noch mehr Klee & Kandinsky. Fazit ab ca. 00.42:00. Das Ergebnis der Twitter-Umfrage von 00.39:00 ist übrigens hier.

00.48:00. Blindverkostung Wein 3.

00.50:30. Die zweite Ausstellung: Geh und spiel mit dem Riesen in der Villa Stuck. Ebenfalls eine Empfehlung; die Ausstellung läuft noch bis zum 10. Januar 2016.

01.10:00. Die letzte Ausstellung: Genesis von Sebastião Salgado im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung. Auch hier, total langweilig, wissen wir, wir arbeiten an mehr Konflikt: drei Daumen nach oben. Die Ausstellung läuft noch bis zum 24. Januar 2016.

01.32:00. Alkoholauflösung und Verabschiedung.

Immerhin bei den Weinen waren wir uns uneinig: Felix und Anke mochten Wein 3 am liebsten und Wein 2 am wenigstens, Florian mochte Wein 2 am liebsten und Wein 1 am wenigsten, wobei das dieses Mal alles sehr eng beeinander lag. Wir hatten drei richtig spannende Weine am Tisch, die wir alle noch mal trinken wollen würden.

Wein 1: Weingut Nicklis, Pfalz, Spätburgunder Frankweiler Kalkgrube, 2012, 13%, beim Winzer für 5,10 Euro.

Wein 2: Weingut Dautel, Württemberg, Spätburgunder Schilfsandstein, 2013, 13%, beim Winzer für 12,90.

Wein 3: Weingut Fritz Waßmer, Baden, Spätburgunder Barrique, 2008, 13,5%, bei Karstadt Perfetto für 12,70 Euro. Den 2009er gibt’s beim Winzer schon für 8,90.

Fehlfarben 8: Zahlen und Malen

Wir schauten uns zwei Ausstellungen im Haus der Kunst an und begossen das ganze mit Crémant.

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00.00:00. Begrüßung, Vorstellung und Blindverkostung Crémant 1.

00.02:00 Unsere erste Ausstellung: Hanne Darbovens „Aufklärung“ im Haus der Kunst. Die Schau hat uns allen sehr gut gefallen, aber ob wir sie jedem und jeder weiterempfehlen würden, bleibt offen. „Aufklärung“ ist noch bis zum 14. Februar 2016 zu sehen. Und wer Zeit hat, nach Bonn zu fahren – dort läuft in der Bundeskunsthalle bis zum 17. Januar die zweite Hälfte der Darboven-Retrospektive. Sie trägt den Titel „Zeitgeschichten“.

00.33:20. Blindverkostung Crémant 2 und noch mehr Darboven, Fazit ab 00.40:45.

00.47:30. Blindverkostung Crémant 3 und großes Rätseln, ob in Flasche 1 und 3 eventuell der gleiche Stoff ist.

00.51:20. Die zweite Ausstellung, ebenfalls im Haus der Kunst: „Zufallsmuster“. Auch hier drei Daumen nach oben, wenn auch eher welche der Kategorie „Och jo“ statt „Aber sofort rein da“.

01.18:00. Alkoholauflösung und Verabschiedung.

Das Enthüllen der verpackten Flaschen war dieses Mal aufregender als sonst, denn wir hatten zwei Crémants alleine nach der Optik im Verdacht, eventuell gleich zu sein. Wir warten ja seit Monaten darauf, dass wir mal ein Duplikat am Tisch haben, aber – ich muss die Pointe leider verraten – es ist uns wieder nicht gelungen. Dafür war Felix mal wieder Sieger mit seinem Rosé-Crémant, der uns allen dreien am besten geschmeckt hat.

Crémant 1: Crémant de Loire, Beauchoisy, 12,5%, bei Rossmann für 8 Euro.

Crémant 2: Crémant de Loire Rosé, Baumard, Carte Corail, 12,5%, bei Geisels Weingalerie für 17 Euro.

Crémant 3: Crémant de Loire, Henri Delacote, 12,5%, bei Tengelmann für 7 Euro.

Fehlfarben 7: Ring my Bellebad

Heute im Programm: zwei Ausstellungen und drei Roséweine. Enjoy und Prost.

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00.00:00. Begrüßung, Vorstellungsrunde und Blindverkostung Wein 1.

00.03:50. Unsere erste Ausstellung: Lea Lublin (1929–1999) im Lenbachhaus. Drei begeisterte Daumen nach oben. Die erste Retrospektive der Künstlerin läuft noch bis zum 13. September.

Wir erwähnen nebenbei die Ugly Renaissance Babies sowie im Fazit das Werk „Espace perspectif et désirs interdits d’Artemisia G.“, das man auf der Website von Lublin anschauen und nachlesen kann. Der Text ist in diesem Buch erschienen.

00.34:00. Blindverkostung Wein 2 und noch mehr Lublin (Fazit ab 00.43:00).

00.48:00. Blindverkostung Wein 3.

00.49:45. Ausstellung Nr. 2: Zilla Leuteneggers Ring my Bell in der Pinakothek der Moderne. Ebenfalls drei begeisterte Daumen nach oben. Die kurzweilige und noch kürzer zu durchschreitende Installation läuft noch bis zum 4. Oktober.

Als kleine Zusatztipps für die Pinakothek der Moderne, weil man mit Leutenegger so schnell fertig ist: die Ausstellungen Plants for Blossfeldt und GegenKunst.

01.12:00. Die Weinhitliste: Florian und ich mochten Wein 3 am liebsten und Wein 2 am zweitliebsten, bei Felix war es umgekehrt. Wein 1 landete bei uns allen auf dem dritten Platz.

Wein 1: Graf AdelmannBrüssele“, Spätburgunder Rosé; Württemberg 2014, 11,5%, beim Tengelmann für 6,50 Euro.

Wein 2: Argiolas, „Serra Lori“, Cannonau, Monica, Carignano, Bovale Sardo; Sardinien 2014, 14%, bei Garibaldi für 9,20 Euro.

Wein 3: Mouton Cadet, „Le Rosé de Mouton Cadet“, Merlot (74%), Cabernet Franc (15%), Cabernet Sauvignon (11%); Bordeaux 2013, 12%, 9 Euro.

Fehlfarben – Ein Kulturpodcast aus München von Anke (@ankegroener), Felix (@sammykuffour) und Florian (@munifornication).