Fehlfarben 21: El Anatsui/Saul Leiter

Mal wieder vergessen, unser traditionelles Foto vom Tisch mit unseren Notizen und den Weingläsern zu machen. Wir lernen das noch!

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00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.00:50. Der erste Wein. Wir trinken heute Gewürztraminer.

00.02:22. Wir beginnen mit der ersten Ausstellung: El AnatsuiTriumphant Scale im Haus der Kunst. Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. Juli und wir verbringen die nächsten 45 Minuten damit, euch zu erklären, warum ihr da unbedingt reingehen müsst. Ich glaube, der beste Grund, und wenn ich mich richtig erinnere, sagen wir das in irgendeiner Form auch alle mal während des Podcasts, ist: Sowas habe ich noch nie gesehen.

Ein Großteil der Werke von Anatsui besteht aus Flaschenverschlüssen bzw. den Banderolen aus Aluminium um den Flaschenhals. Dieses Ausgangsmaterial bearbeitet er: Er nutzt nur die kleine runde Fläche ganz oben am Korken, er walzt die Banderole platt zu glatten, schimmernden Rechtecken, die er wie Stoffstücke aneinanderfügt, er zerschneidet die Banderolen zu dünnen Ringen und verknüpft diese mit Kupferdraht zu Vorhängen, die uns an Kettenhemden und Zauberwälder erinnerten, vor allem, weil sie zehn Meter hoch von der Decke des Hauses der Kunst um uns herum hingen. Dieses so armselig scheinende Material verwandelt Ausstellungsräume in Landkarten, Zeittafeln, Festgewänder und Blumenmeere und hat uns über alle Maßen fasziniert.

00.10.00. Die Dame, deren Name mir nicht einfällt, ist natürlich Chimamanda Ngozi Adichie. Ich erwähne, immerhin das Wort fiel mir noch ein, wax prints.

00.11:50. Felix spricht das Werk Logolili Logarithm (2019) an, das speziell für die Räume im Haus der Kunst gefertigt wurde. Das kann man im Flyer zur Ausstellung in der Gallery 2 sehen.

00.25:50. Der zweite Wein.

00.38:00. Der dritte Wein.

00.42:10. Wir sprechen auch noch über Anatsuis Holzarbeiten sowie seine völlig irre Keramik (mit Star-Wars-Referenz!). Ich zitiere einen Teil des Wandtextes, der von der „Ästhetik der Fragmentierung“ spricht und meiner Meinung nach die ganze Ausstellung sehr schön zusammenfasst. Aber gerade die Keramik. Felix erwähnt Anatsuis „innere Logik“, was ich auch für eine gute Beschreibung halte.

00.49:40. Eine letzte Verbeugung vor Okwui Enwezor, dessen letzte mitkuratierte Ausstellung das war (und der mit dem weiteren Kurator Chika Okeke-Agulu auch den Katalog noch mit herausgegeben hat); Felix nannte uns intern schon einen Enwezor-Fan-Podcast. Das mündet dann gleich in unser Fazit, das natürlich lautet: reingehen.

00.54:40. Die zweite Ausstellung: eine Retrospektive von Saul Leiter, der heute, nach seiner Wiederentdeckung 1997, als Pionier der Farbfotografie gilt. Die Ausstellung läuft im Kunstfoyer der Versicherungskammer in der Maximilianstraße noch bis zum 15. September, ist täglich geöffnet und koschdet nichts.

Leiter war in den 1950er Jahren schon an zwei kleinen Ausstellungen im MoMA beteiligt, allerdings mit Werken in Schwarzweiß. Farbe galt damals noch als Gestaltungsmittel für Werbung und ähnlichen low-brow-Kram, aber nicht für die hehre Kunst. Was man heute kaum noch fassen kann, gerade wenn man sich seine Bilder anschaut. Die Kunstwelt fand Farbe erst ab William Eggleston 1976 toll. Danke, Kunstwelt, du Quatschnase. Du bist schuld daran, dass der gute Herr Leiter sich sein Geld mit Werbung bzw. Modefotografie für unter anderem Harper’s Bazaar verdienen musste.

Wir sprechen wie immer über einzelne Werke, hängen aber für mich überraschend sehr an einem 15-minütigen Filmausschnitt fest, in dem der Mann druckreife Aphorismen von sich gibt.

00.58:00. Ich spreche darüber, dass ich Leiters Straßenfotografie so mag, weil sie eher die Stadt als die Menschen zeigt: die Muster, die Atmosphäre, die Bewegungen einer Stadt, und beschreibe zwei Bilder. Dann ballern wir uns mit den Lieblingszitaten zu, und ab 01.08:00 rege ich mich über die doofe Modefotografie auf – im Vergleich zu Leiters Street Photography. Es gibt tolle Modefotografie und seine ist natürlich auch toll, aber sie kackt halt so ab im Vergleich zum Rest seines Werks.

01.22:00. Wir sprechen über ein Selbstporträt und grüßen Collinas Erben.

1.31:00. Flo erinnert daran, dass der Film In No Great Hurry. 13 Lessons in Life with Saul Leiter, aus dem wir dauernd zitieren, auch in Gänze gesehen werden kann: Mittwoch, 17. Juli, 19:00 Uhr und Sonntag, 15. September, 17:00 Uhr im Jüdischen Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz. Bitte anmelden.

01.33:00. Wir lösen die Weine auf: Wein 1 gefiel uns allen am besten.

Wein 1: Kuhlmann Platz Gewürztraminer Rosacker, Alsace AOP, Grand Cru, 2016, 13%, bei Hawesko für 20 Euro.

Wein 2: Weingut Kesselring Gewürztraminer trocken, Pfalz, 2018, 13%, bio und vegan, bei Wir Winzer für 8,50 Euro.

Wein 3: Domaine Dusenbach Gewürztraminer, Terroir Lieu-Dit Altenbourg, 2016, 13%, bei vinexus.de für 17 Euro.

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Fehlfarben 20 – Am I What You’re Looking For? // Little Boy’s Luminous Legacies

Letztes Mal zwei Ausstellungen in Versalien, dieses Mal zwei mit englischen Titeln. Wir geben uns echt Mühe für sowas. (Nein, tun wir nicht.)

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00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.01:10. Blindverkostung des ersten Weins. Wir trinken heute Rotweine aus Israel.

00.02:50. Die erste Ausstellung sind Fotografien, die im Amerikahaus München zu sehen sind. Endia Beal, Fotografin und Dozentin, inszeniert junge schwarze Frauen in ihrem Zuhause, aber vor einer Fototapete eines Büros (angeblich eine Aufnahme eines Büros, in dem sie selbst gearbeitet hat). Sie befragt die Frauen, die sich in selbstgewählten Outfits präsentieren, die sie als bürotauglich ansehen, zu ihrer Stellung im corporate America – was sie sich vorstellen oder wie sie es bereits erlebt haben. Am I What You’re Looking For?

Fazit der ersten Ausstellung: natürlich eine Anguckempfehlung. Läuft noch bis zum 2. Juni, der Eintritt ist frei. Wir erwähnen im Gespräch einen VICE-Artikel über das Projekt (2016, nicht 2013, wie ich anfangs rumplappere) sowie meine Rezension zu Ibram X. Kendis Stamped from the Beginning.

00.48:00. Der zweite Wein.

00.50:35. Die zweite Ausstellung: Little Boy’s Luminous Legacies läuft in der Lothringer 13 und beschäftigt sich, der Titel lässt es erahnen, mit dem Atomzeitalter.

Fazit: auch hier drei Daumen nach oben, wenn auch mit Einschränkungen – die Diskussion hat vieles besser gemacht als es nach dem ersten Anschaueindruck war. Die Ausstellung läuft noch bis zum 9. Juni und auch hier ist der Eintritt frei.

01.17:00. Der dritte Wein.

01.45:10. Wir lösen die Weine auf: Nummer 1 hat uns allen am besten geschmeckt, aber wir würden alle drei wieder kaufen.

Wein 1: Hommage 2016 von der Yaffo Winery, Cuvée aus Merlot und Syrah, 13,5%, koscher, für 24 Euro beim Partnerweingut Schaetzle. (Auf der isrealischen Website steht, dass der Wein zu 10% aus Merlot besteht, auf meiner Flasche stehen 40.)

Wein 2: Mount Hermon Red von der Golan Heights Winery, 2017, Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Petit Verdot und Malbec, 14%, koscher, für 11 Euro bei Karstadt.

Wein 3: Judean Hills von Tzora Wineyards, 2015, Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Syrah, Petit Verdot und Merlot, 13,5%, koscher, für 35 Euro bei Lobenbergs gute Weine.

Fehlfarben 19: LAND_SCOPE / BODYSCAN

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Wir besuchten zwei erstaunlich große Ausstellungen und wagten uns nebenbei erstmals an Orange Wines.

00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.01:30. Blindverkostung des ersten Weins.

00.03:55. Die erste Ausstellung LAND_SCOPE im Stadtmuseum München läuft noch bis zum 31. März und zeigt Fotos, die sich mit dem Thema Landschaft beschäftigen – was spannender ist als es sich vielleicht erst einmal anhört.

00.33:50. Der zweite Wein.

00.57:30. Fazit der ersten Ausstellung: drei Daumen nach oben.

00.59:20. Der dritte Wein.

01.04:30. Die zweite Ausstellung, BODYSCAN, läuft noch bis zum 2. März in der Eres-Stiftung. Ihr lautet „Anatomie in Kunst und Wissenschaft“ und genau das ist es dann auch.

01.38:50. Ein weiteres Fazit: Auch hier drei Daumen nach oben.

01.40:40. Wir lösen die Weine auf. Uns haben alle geschmeckt: Ganz klar vorne war der dritte Wein, dann der zweite, und selbst der letzte Platz ist keiner, weil auch der uns sehr gut gefallen hat.

Wein 1: Johannes Zillinger, Revolution – White Solera, ohne Jahrgang, Cuvée aus Chardonnay, Riesling und Scheurebe, 12,5%, für 12,90 Euro gekauft bei 225 Liter.

Wein 2: Eschenhof Holzer, Invader (2017), Müller-Thurgau, 12,5%, für 12,90 gekauft bei 8 Green Bottles.

Wein 3: Dario Princic, bianco trebez (2009), Cuvée aus Chardonnay, Sauvignon blanc und Pinot Grigio, 14%, für 29,90 gekauft bei orange-wines.com.

Fehlfarben 18: Weltempfänger – Georgiana Houghton, Hilma af Klint und Emma Kunz; Magnum Manifesto

Zwei Ausstellungen, drei Meinungen – und heute mal kein Bild, weil wir es schlicht vergessen haben.

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00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.01:40. Der erste Rotwein – wir trinken heute Lemberger.

00.04:00. Die erste Ausstellung: Weltempfänger – Georgiana Houghton, Hilma af Klint und Emma Kunz im Kunstbau des Lenbachhauses. Läuft noch bis zum 10. März 2019, und wir waren äußerst unterschiedlicher Meinung darüber. (Reingehen? Eher ja.)

00.34:45. Der zweite Wein.

00.52:45. Der dritte Wein.

00.55:45. Die zweite Ausstellung: Magnum Manifesto im Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern, eine Retrospektive zu 70 Jahren Magnum. Läuft noch bis zum 27. Januar 2019, und auch hier waren wir uns überhaupt nicht einig. (Reingehen? Eher nein.)

01.21:40. Wir lösen die Weine auf und fanden die Nummer 2 trotz des schlimmen Namens alle klar am besten:

Wein 1: Weingut Eberbach-Schäfer, Lemberger trocken „Triathlon“, 2016, 13,5%, bei Rindchens Weinkontor für 8,90 Euro.

Wein 2: Felsengartenkellerei Besigheim, Fas(s)zination Lemberger QbA, o. J., 14%, beim Winzer für 15,95 Euro.

Wein 3: Weingut Wachtstetter, Pfaffenhofen Felix Lemberger QbA trocken, 2016, 13%, über wirwinzer.de für 10,30 Euro.

Fehlfarben 17: Vivan Sundaram: Umbrüche; Generations – Künstlerinnen im Dialog, Part II

Wir waren im Haus der Kunst und wollen dringend darüber reden. Dazu gibt’s drei schöne Albariños. Because we can.

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00.00:00. Begrüßung, Vorstellung und der erste sprachliche Schnitzer meinerseits. Da kommen noch ein paar von mir Matschbirne.

00.01:15. Der erste Weißwein.

00.02:40. Die erste Ausstellung: Umbrüche von Vivan Sundaram. Läuft nur noch bis zum 7. Oktober und wir drei möchten, dass ihr da alle reingeht, weil toll.

00.27:25. Der zweite Wein.

00.28:50. Wir haben gerade erst zwei Räume und das Treppenhaus durch und sind jetzt in Raum 3. Der Herr Sundaram hat einen ordentlichen Output. Hier gibt’s ein paar Bilder.

00.49:30. Der dritte Wein.

00.52:30. Die beiden letzten Räume Sundaram, eine persönliche Würdigung von Okwui Enwezor und unser Fazit: alle Daumen nach oben.

01.03:00. Die zweite Ausstellung: Generations – Künstlerinnen im Dialog, Teil 2. Den ersten Teil haben wir auch gesehen und angepriesen. Wir sprechen unter anderem über Ulrike Ottingers Bildnis einer Trinkerin, die Videos Deep Throat und The Negotiating Table von Mona Hatoum und Headache von Aneta Grzeszykowska (kleiner Ausschnitt).

Auch hier das Fazit: Daumen hoch, reingehen, zackzack. Läuft noch bis zum 27. Januar 2019.

01.40:25. Wir lösen die Weine auf, die alle recht ordentlich waren.

Wein 1 von Flo: Intuición Albariño, 2017, 13%, bei vinos.de für 13 Euro.

Wein 2 von mir: Fillaboa Albariño, 2017, 13%, hätte ich gerne bei Walter & Benjamin gekauft, weil ich da einen Albariño getrunken hatte, der mich zu diesem Weinthema brachte, aber der Laden hat gerade Urlaub. Daher aus Felix’ Probepaket für 12 Euro.

Wein 3 von Felix: Turonia Albariño, 2017, 13%, bei hispavinus.de gekauft für 11,60 Euro.

Fehlfarben 16: Wiedereröffnung der Alten Pinakothek

Nach vier Jahren Bauzeit ist die Alte Pinakothek in München wieder (fast) komplett begehbar, im Erdgeschoss wird noch gewerkelt, aber der erste Stock ist baustellenfrei und alles hängt da, wo es hingehört und nicht, wie in den letzten vier Jahren, irgendwo in der Gegend rum. Grund genug für uns, das Museum neu für uns zu entdecken, alte Lieblinge erneut zu begrüßen und vielleicht andere zu finden.

Unsere gestrige Aufnahme war daher etwas anders als sonst, wo wir über aktuelle Ausstellungen sprechen. Dieses Mal stellt jeder von uns drei Werke vor, die sich auch die anderen im Vorfeld angeschaut haben. Und weil in der Alten Pinakothek nur gemeinfreie Bilder hängen, könnt ihr dieses Mal sogar quasi mit uns bummeln; die jeweiligen Bilder sind unten verlinkt und ihr könnt sie euch anschauen, während ihr uns zuhört.

Nebenbei gab’s auch bei 30 Grad Wein, ja, so ernst nehmen wir unsere Aufgabe, und wenn dann gleich richtig: Es gab Rotwein aus der Pfalz, Jahrgang 2014, als im Museum die Bauarbeiten begonnen hatten.

Ich habe vergessen, vor der Aufnahme ein Bild zu machen und das nach der Aufnahme nervt mich heute, daher gibt’s hier eine Ansicht des schönsten Museumstreppenhauses ever, das nach den Bauarbeiten auch wieder in beiden Aufgängen begehbar ist. Es stammt aus der Nachkriegszeit, wurde von Hans Döllgast entworfen und gilt, mit dem Rest des von einer Bombe getroffenen Hauses, heute als Musterbeispiel eines Wiederaufbaus, der alte Wunden nicht einfach überdeckt.

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00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.04:45. Der erste Rotwein. Nur echt mit Klagen über die Temperaturen.

00.05:50. Bevor wir über das erste Bild sprechen, weise ich auf die Online-Sammlung der Pinakotheken hin; ich hatte mal darüber gebloggt. Aber dann:

00.08:20. Ich beginne mit einem Diptychon von Hans Memling: links Maria im Rosenhag, recht Der hl. Georg mit Stifter. Ich erwähne meine Hausarbeit aus dem ersten Semester, die ich netterweise nicht online gestellt hatte (puh), aber ich habe meine Referatsnotizen zu einem weiteren Diptychon von Memling wiedergefunden, das ich auch erwähne. Die kann man auch noch rumzeigen, die sind nicht so peinlich wie die Hausarbeit. (WIR MUSSTEN ALLE MAL IRGENDWO ANFANGEN!) Ich erwähne außerdem des Öfteren den Paumgartner-Altar von Albrecht Dürer. (Links, Mitte, rechts.) Ich hatte allerdings keine Zeit, auf das Säureattentat auf dieses Werk hinzuweisen, das daher erst seit 2010 nach 21 Jahren Restauration wieder gezeigt wird.

00.18:15. Felix spricht über einen der Greatest Hits des Museums, den Columba-Altar von Rogier van der Weyden. (Links, Mitte, rechts.) Ich erzähle übrigens Quatsch über die Architektur im Bild, was mir beim Nachhören sehr peinlich war. Dafür erwähnt Felix ein Begleitheft zur Ausstellung „Das Alte Testament – Geschichten und Gestalten“, das heute noch erhältlich und sehr hilfreich ist. Das Heft sowie andere kleine Einführungsbücher in die christliche Ikonografie gibt’s praktischerweise im Museumsshop.

00.28:50. Albrecht Dürer hatten wir schon erwähnt; nun spricht Florian über ein weiteres, sehr bekanntes Meisterwerk aus der Sammlung: sein Selbstbildnis im Pelzrock. Wir erwähnen, dass Pinsel aus Eichhörnchenhaar gefertigt werden und eine Kopie des Bildes – es ist aber vermutlich nicht dieses Bild.

00.36:40. Der zweite Rotwein wird getestet.

00.39:00. Zweite Runde alte Bilder: Ich schwärme von meinem Lieblingsbild in der Alten Pinakothek, bei dem ich nie begründen kann, warum es mein Lieblingsbild ist, aber ihr müsst euch das einfach alle mal anschauen: Lorenzo Lottos Mystische Vermählung der hl. Katharina.

00.45:30. Felix macht uns auf den Tresenjesus im Italienersaal aufmerksam (danke dafür): Luca Signorellis Madonna mit dem Kind. Wir erwähnen den Dornauszieher aus den Kapitolinischen Museen (nicht aus den Vatikanischen, wie ich rumblubbere).

00.54:10. Florian stellt Die Flucht nach Ägypten von Adam Elsheimer vor und belegt, dass es sich auch immer lohnt, in den Seitenkabinetten rumzulaufen und nicht nur in den großen Sälen.

01.01:00. Der letzte Rotwein.

01.05:20. Und die letzte Runde Bilder: Ich mache euch auf Werke aufmerksam, die nicht auf Augenhöhe hängen, und beschreibe ein Bild, das vier Teile hat, von Melchior d’Hondecoeter. (Von links: eins, zwei, drei, vier.)

01.13:00. Florian stellt eins der Bilder im Erdgeschoss vor (bisher waren wir nur in den oberen Sälen): Das Schlaraffenland von Pieter Bruegel dem Älteren.

01.20:00. Auch Felix bleibt unten und erzählt etwas über den Johannesaltar (Links, Mitte, rechts) von Hans Burgmair dem Älteren. Wir erwähnen den „Dürer-Hasen“ auf der Mitteltafel – der ist aber, wie wir nach der Aufnahme festgestellt haben, nur online in der Abbildung zu sehen und nicht im Original; dort wird er fieserweise vom Rahmen verdeckt. Armes Häschen.

01.27:45. Unser Bonusbild ist eine Leihgabe aus dem Rijksmuseum: Die Briefleserin in Blau von Johannes Vermeer.

01.33:33. Wir lösen die Weine auf:

Wein 1: Roter Fitz, ein Cuvee aus Cabernet Sauvignon, St. Laurent und Cabernet Franc vom Weingut Fitz-Ritter, 2014, 13%, direkt beim Winzer für 10 Euro.

Wein 2: ein Schwarzriesling vom Weingut Wageck, 2014, 13%, für 15 Euro bei wirwinzer.de.

Wein 3: ein Schwarzriesling vom Weingut Benderhof, 2014, 13%, für 9 Euro bei wirwinzer.de.

Fehlfarben 15: Generations – Künstlerinnen im Dialog // Jutta Koether – Tour de Madame

Wein, Weib und Gesang! Echt jetzt! Wir kommen mit unserem unnachahmlichen, immer live eingesungen Jingle rein, dann reden wir über zwei Ausstellungen, die von Künstlerinnen bestritten werden, und dazu trinken wir Rieslinge, die von Winzerinnen angebaut wurden. Über dieses Programm habe ich mich so gefreut, dass ich vergaß, ein schönes Foto zu machen. Daher hier ein weniger schönes, auf dem nur noch die Nachwehen der Aufnahme zu sehen sind.

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00.00:00. Begrüßung und Vorstellung.

00.00:49. Der erste Riesling. Wir plappern zunächst etwas durcheinander, wir müssen uns erst wieder daran gewöhnen, dass wir in ein Mikro reden. Das wird besser!

00.03:40: Die erste Ausstellung: Generations – Künstlerinnen im Dialog, Teil 1. Läuft noch bis zum 13. Juli in der Sammlung Goetz. Der zweite Teil kommt im Juni ins Haus der Kunst, der dritte ist wieder bei Frau Goetz. Und ich ahne, dass wir sie uns alle anschauen, denn, Fazit vorweg: große Empfehlung.

00.18:30: Der zweite Wein – und der dritte gleich hinterher, denn es ist sehr warm. Eh das gute Zeug umfällt, müssen wir das quasi trinken.

00.22:30: Weiter mit Generations, wo wir recht lange über Yayoi Kusama reden. Unser äußerst wohwollendes Fazit gibt’s ab 00.57:35; das dauert dieses Mal etwas länger, denn wir konnten uns nicht von dieser Ausstellung trennen.

01.03:30: Wir trinken zwischendurch mal was.

01.04:40: Die zweite Ausstellung: Jutta Koether – Tour de Madame. Die erste große Retrospektive dieser Künstlerin läuft noch bis zum 21. Oktober im Museum Brandhorst. Wir waren etwas gespalten, aber wir empfehlen ja grundsätzlich, sich alles anzugucken.

01.20:20: Ein winziger Shoutout an den Rasenfunk-Podcast. Der hat unsere Aufmerksamkeit zwar gar nicht nötig, aber ich las gerade vor ein paar Tagen, dass man bitte andere Podcasts empfehlen sollte. Ein guter Plan.

01.33:40: Unser Fazit, deutlich kürzer als bei Generations.

01.36:15: Wir lösen die Weine auf. Wein 3 war unser aller Liebling und natürlich von Felix. Wir würden aber alle drei gerne nochmal trinken.

Wein 1: Weingut Wechsler, Rheinhessen, Riesling Monopollage Benn 2015, 13,5%, bei wirwinzer.de für 20 Euro.

Wein 2: Anette Closheim, Nahe, Riesling Löhrer Berg 2016, 12,5%, 12,50 Euro.

Wein 3: Noch mal Anette Closheim, Nahe, Riesling Mont Solis 2015, 12,5%, 16,50 Euro bei genussland.de.

Fehlfarben – Ein Kulturpodcast aus München von Anke (@ankegroener), Felix und Florian (@munifornication).